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Eisenspeicherkrankheit | Ein Überblick über Ursachen, Symptome und Behandlung

am 28. Oktober 2011

Die Eisenspeicherkrankheit ist eine der häufigsten Erbkrankheiten weltweit. Viele Menschen leiden darunter, wissen es aber gar nicht, weil sich diese Stoffwechselerkrankung erst im höheren Lebensalter bemerkbar macht. Zudem ähneln Symptome dieser Krankheit vielen anderen Krankheiten, weshalb sie häufig erst spät – wenn überhaupt – diagnostiziert wird.

Ursachen der Eisenspeicher-Krankheit

Die Ursache der Eisenspeicherkrankheit ist ein Gendefekt, der bereits angeboren ist. Dabei wird überschüssiges Eisen im Körper nicht, wie gewöhnlich, ausgeschieden, sondern lagert sich in Geweben und Organen ab, was auf Dauer fatale gesundheitliche Folgen haben kann. Eine erhöhte Eisenaufnahme im Körper ist nicht gesund, denn es werden viele Organe angegriffen und auch Stoffwechselprozesse verlaufen nicht in geregelten Bahnen. Diese Erkrankung tritt nur im Erwachsenenalter auf, obwohl sie bereits mit der Geburt vorliegen kann. In den meisten Fällen machen sich erste Symptome zwischen dem 40. Und 60. Lebensjahr bemerkbar, wobei nicht sofort eine Eisenspeicherkrankheit in Betracht gezogen wird. Symptome, wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Gelenkbeschwerden und Impotenz, könnten auch auf ganz andere Probleme schließen lassen, weshalb die moderne Stoffwechselerkrankung meistens erst sehr spät diagnostiziert wird.

Behandlung der Eisenspeicherkrankheit

Wird eine Eisenspeicherkrankheit nicht behandelt und schleicht unbekümmert fort, kann dies zu Diabetes, Herzproblemen und Leberschäden kommen. Gerade die Leber wird stark angegriffen und viele Betroffene erleiden eine Leberzirrhose oder Karzinome, was eine enorme gesundheitliche Beeinträchtigung darstellt. Es ist daher sehr wichtig, dass Ärzte solche Symptome ernst nehmen und den Patienten auf eine Eisenspeicherkrankheit testen. Wurde eine Eisenspeicherkrankheit frühzeitig diagnostiziert, kann in den meisten Fällen Abhilfe geschaffen werden. Einmal wöchentlich werden Betroffene für mehrere Monate zur Ader gelassen, bis sich die Blutwerte normalisiert haben. In den darauffolgenden Jahren reichen ein paar wenige Aderlasse im Jahr. Sind bereits Folgeschäden, wie Lebererkrankungen oder Herzprobleme, aufgetreten, müssen auch diese behandelt werden.

Vorbeugung nicht möglich

Einer Eisenspeicherkrankheit kann man nicht vorbeugen. Sie wird von den Eltern vererbt und tritt dann im Erwachsenenalter auf. Wissen Eltern über das Problem, so sollten die Nachkommen zu gegebener Zeit auf diese Stoffwechselerkrankung untersucht werden, damit rechtzeitig behandelt werden kann und keine Spätfolgen auftreten.