Home » Technik

Drucklufttrockner

am 19. März 2009

Feuchte Druckluft führt zu Korrosion von Leitungen und Werkzeugen, fördert die Vermehrung von Bakterien im Leitungsnetz und kann das Arbeiten, beispielsweise beim Lackieren, erheblich erschweren. Mit einem Drucklufttrockner kann der Feuchtigkeitsgehalt der Druckluft erheblich verringert und die Qualität der Druckluft gesteigert werden. Im Wesentlichen sind derzeit drei verschiedene Varianten von Drucklufttrocknern geläufig (7stud)

Stand der Technik und in den meisten Fällen die beste, weil wirtschaftlichste Wahl, ist der Kältetrockner. Daneben sind noch Adsorbtionstrockner und Membrantrockner geläufig. Kältetrockner kühlen die einströmende Druckluft fast bis auf den Gefrierpunkt ab. Durch die Gegebenheit, dass sich die Fähigkeit der Luft, Wasser zu speichern, mit sinkender Temperatur verringert, fällt ein großer Teil der Feuchtigkeit als Kondensat aus.

Adsorbtionstrockner entziehen die in der Druckluft mitgeführte Feuchtigkeit durch den Einsatz von Trockenmittel. Die Trockner verfügen über zwei Kammern, welche mit einem Adorbat gefüllt sind. Jeweils eine Kammer wird zur Trocknung der Luft eingesetzt, während sich die andere regeneriert. Adsorptionstrockner werden beispielsweise in der Lebensmittelindustrie und bei sehr tiefen Umgebungstemperaturen eingesetzt. Der Nachteil dieser Trocknervariante ist, dass ein beachtlicher Teil der aufbereiteten Druckluft zur Regeneration verbraucht wird.

Membrantrockner kommen vor allem als Endstellentrockner zum Einsatz. Bei dieser Trocknervariante durchströmt die vorgefilterte Druckluft ein Bündel von beschichteten Hohlfasern, welche eine Durchlässigkeit für Wasser, jedoch nicht für weitere Bestandteile der Druckluft aufweisen und dieser somit die Feuchtigkeit entziehen. Ein Teil der getrockneten Luft wird als Spülluft verwendet, um die Feuchtigkeit aus dem Trockner abzuführen. Membrantrockner sind kompakt, und benötigen keine separate Energiezufuhr.

(betriebstechniker.com)